WindEnergy Hamburg: Starkes Signal für die globale Energiesicherheit

Massiver Ausbau der Windenergie als Schlüssel für Klimaschutz und Resilienz: Das ist das Leitmotiv der WindEnergy Hamburg, die heute beginnt. Die Weltleitmesse der Onshore- und Offshore-Windindustrie bringt Top-Player aus Wirtschaft, Politik und Institutionen zusammen, um die Weichen für dynamisches Wachstum der Branche zu stellen. Denn nur durch enge Kooperation auf allen Ebenen kann die globale Energiesicherheit gewährleistet werden.

Heute ist die internationale Leitmesse der globalen Windenergiebranche, die WindEnergy Hamburg, feierlich eröffnet worden. Auf einer prominent besetzten Pressekonferenz und der anschließenden offiziellen Eröffnungskonferenz adressierten die Panelisten die Top-Themen der Industrie, die auch die Agenda der kommenden vier Messestage bestimmen werden. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher würdigte mit einer Grußbotschaft die Bedeutung der internationalen Leitmesse.  Die herausragende Rolle der Branche für das Gelingen der Energiewende betonten in ihrer Begrüßung die beiden CEOs der Hamburg Messe und Congress (HMC), Heiko M. Stutzinger und Uwe Fischer.
Bis Freitag werden in den Hamburger Messehallen rund 43.000 Teilnehmende aus 100 Nationen erwartet, mehr als 1.600 ausstellende Unternehmen werden ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Der Vice President Exhibitions Maritime & Energy der Hamburg Messe und Congress, Claus Ulrich Selbach, sagt: „Die Energiekrise hat sich in diesem Jahr spürbar verschärft und eine neue Dynamik entwickelt – umso wichtiger ist es, jetzt konsequent gegenzusteuern. Mehr Energieerzeugung durch Wind bedeutet eine größere Unabhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen und senkt die CO2-Emmissionen. Die WindEnergy Hamburg bringt die Key Player zusammen und gibt der Branche entscheidende Impulse.“

Unabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum

Diesen Anspruch bestätigte Dr. Dennis Rendschmidt, Managing Director beim führenden europäischen Maschinen- und Anlagenbauerverband VDMA Power Systems: „Die WindEnergy Hamburg ist die weltweit wichtigste Plattform für die Windindustrie und zentraler Treffpunkt für Unternehmen, Politik und Institutionen entlang der gesamten Lieferkette. In einer Zeit, in der der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter an Tempo gewinnen muss, setzt die Messe wichtige Impulse für investitionssichere Rahmenbedingungen, Innovationen und internationale Zusammenarbeit.“ Für die Präsidentin des Bundesverbands WindEnergie (BWE), Bärbel Heidebroek, kommt die Messe genau zum richtigen Zeitpunkt: „Die WindEnergy Hamburg ist einer der weltweit wichtigsten Treffpunkte der Windbranche und bringt in einer für die Branche entscheidenden Phase Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Experten aus aller Welt zusammen. Als Deutscher Windenergieverband setzen wir uns dafür ein, verlässliche Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windenergie mitzugestalten und sicherzustellen, dass die Windenergie eine treibende Kraft für ein sicheres, wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Energiesystem bleibt. Die Messe bietet eine wichtige Gelegenheit, Ideen auszutauschen, Partnerschaften aufzubauen und gemeinsame Ziele in konkrete Fortschritte umzusetzen.“
Unterstützung von der Politik mahnte auch Tinne Van der Straeten, CEO von WindEurope, an: „Wir kommen mit einer klaren Botschaft nach Hamburg: Die Windenergie liefert Ergebnisse für Europa. Wir sind auf dem besten Weg, in diesem Jahr 24 Gigawatt zu installieren – genug, um 20 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen und den Import fossiler Brennstoffe aus 64 LNG-Tankern zu vermeiden. Das ist genau die Dynamik, die Europa sowohl für die Energiesicherheit als auch für die Wettbewerbsfähigkeit braucht. Aber diese Dynamik hält nicht von selbst an. Die Regierungen müssen Netzengpässe beseitigen, die Elektrifizierung vorantreiben und uns die koordinierten Auktionsvolumina sowie das Ziel für 2040 vorgeben. Das benötigen wir, um weiter zu investieren“, so Belgiens frühere Energieministerin.

Asien und Europa als Schlüsselregionen

„Der Übergang zu einem sauberen, sicheren und bezahlbaren Energiesystem beginnt mit der Windenergie“, erklärte Ben Backwell, CEO des Global Wind Energy Council (GWEC), mit Blick auf die aktuellen globalen Herausforderungen für die Windindustrie. „In Zeiten großer Unsicherheit setzen Staaten, Unternehmen und private Haushalte zunehmend auf Windenergie als die verlässlichste und kosteneffizienteste Lösung, um wirtschaftliches Wachstum und Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten.“ Backwell ergänzte: „Die WindEnergy Hamburg ist ein beeindruckendes Schaufenster für das dynamische Wachstum und die Innovationskraft der globalen Windindustrie. GWEC ist stolz darauf, erneut Gastgeber des Global Markets Theatre zu sein und politische Entscheidungsträger, CEOs sowie Branchenexpertinnen und -experten zusammenzubringen, um Perspektiven für die Zukunft der Windenergie weltweit auszutauschen.“
Expertise zur Zusammenarbeit zwischen den Wachstumsregionen Asia-Pacific und Europa brachte Lee Chuan Teck, Chairman von Enterprise Singapore, ein. So sind die staatlichen Institutionen Enterprise Singapore (EnterpriseSG) und Singapore Tourism Board (STB) wichtige Partner der WindEnergy Asia-Pacific powered by RECHARGE, die vom 25. bis 27. Mai 2027 in Singapur stattfindet. „Diese erfolgreiche Kooperation spiegelt die Dynamik und Bedeutung des Windenergiemarktes Asiens wider. Es war richtig, dass wir als Hamburg Messe und Congress diesen Schritt getan haben“, sagt Claus Ulrich Selbach.

Global Player mit ambitionierten Plänen 

Über das gemeinsame Ziel, die Energiewende weltweit im großen Maßstab umzusetzen, diskutierten bei der Eröffnungskonferenz Top-Managerinnen und Manager von führenden Global-Playern der Windbranche, darunter Vestas, Siemens Gamesa, EDP, ENERTRAG, Iberdrola, Ørsted, Flender und Vattenfall. Das GWEC war mit seinem Vorsitzenden Michael Hannibal (Copenhagen Infrastructure Partners) und seinem Vize-Vorsitzenden Girish Tanti (Suzlon Group) prominent vertreten. Von Wind Europe waren der neue Chairman Rasmus Errboe (Ørsted) und sein Vorgänger Henrik Andersen (Vestas) präsent. Über die ambitionierten Ziele ihrer Länder konnten Rajesh Kulhari, Joint Secretary im indischen Ministerium für Neue und Erneuerbare Energie, und Dr. Zafer Demircan, stellvertretender Minister für Energie und natürliche Ressourcen der Türkei, berichten. Beatriz Yordi, Direktorin für Energiesicherheit und internationale Beziehungen bei der EU-Kommission, steuerte die europäische Perspektive bei. Den Abschluss bildete ein Statement des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Stefan Rouenhoff. Er unterstrich Deutschlands Engagement für Europas Windsektor – und eröffnete anschließend offiziell die WindEnergy Hamburg 2026.

Das hochkarätig besetzte Konferenzformat zur Eröffnung gab einen Vorgeschmack auf das umfangreiche Rahmenprogramm. Insgesamt mehr als 300 Top-Speakerinnen und Speaker werden auf den sechs Open Stages reden, präsentieren und diskutieren. Im Mittelpunkt stehen aber die persönlichen Kontakte an den Messeständen und darüber hinaus. „Wissenstransfer und Informationsaustausch machen einen wesentlichen Kern der WindEnergy Hamburg aus. Deswegen haben wir besonders viele Networking-Möglichkeiten vorgesehen“, sagt Andreas Arnheim, Director WindEnergy Hamburg und WindEnergy Asia-Pacific powered by RECHARGE. Alle Teilnehmenden können sich auf vier informative und ereignisreiche Messetage freuen.  
 

Person spricht an einem Rednerpult vor Publikum auf einer Bühne der WindEnergy Hamburg. Im Hintergrund ist eine großformatige Veranstaltungswand mit WindEnergy-Hamburg-Logo und Hamburg-Panorama zu sehen.
Besucherinnen und Besucher vor den Messehallen der Hamburg Messe während der WindEnergy Hamburg. Vor dem Gebäude stehen Fahnen der Veranstaltung und eine technische Ausstellungskomponente im Außenbereich.

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