WindEnergy Hamburg: Internationale Windbranche bekräftigt Wachstumskurs trotz Herausforderungen

Gemeinsam die globale Energiewende voranbringen: Auf der WindEnergy Hamburg haben die Global Player der Onshore- und Offshore-Windindustrie ihr Engagement für die Transformation bekräftigt. Im Fokus: die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen eines klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystems. In puncto Informationsdichte und internationaler Zusammenarbeit setzte die Messe neue Maßstäbe.

Hamburg, 25. September 2026 – Vier intensive Messetage, eine rundum positive Bilanz: Heute geht die WindEnergy Hamburg, die Leitmesse der globalen Windenergiebranche, zu Ende. „Wir haben von zahlreichen ausstellenden Unternehmen begeisterte Rückmeldungen erhalten. Die Offenheit und das starke Miteinander der internationalen Wind-Community haben die Veranstaltung geprägt und für eine besondere Energie während der gesamten Messe gesorgt“, sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburg Messe und Congress. Neben vielfältigen Networking-Angeboten stand der globale Branchentreff ganz im Zeichen konkreter Geschäftsabschlüsse. „Die WindEnergy Hamburg zeigte die Innovationskraft und Dynamik unserer Branche. Wir nehmen viele wertvolle Gespräche und positive Impulse mit: Wir konnten mit Kunden und Partnern intensiv über unsere nächsten technologischen Schritte sprechen und zeigen, wie wir ihre Projekte gemeinsam vorantreiben können“, sagt José Luis Blanco, CEO der Nordex Group.

Insgesamt besuchten wieder über 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 100 Ländern das Gelände der Hamburg Messe und Congress, mehr als 1.600 ausstellende Unternehmen aus rund 40 Ländern präsentierten ihre Innovationen. Unter den rund 30 Nationenpavillons waren erstmals auch die Tschechische Republik und Griechenland vertreten. Botschafterinnen und Botschafter aus zahlreichen Staaten, aber auch hochrangige Vertreter von Ministerien – u.a. aus Indien, Vietnam, dem Oman, der Türkei und Deutschland– zeigten für ihre Länder Flagge. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher würdigte in einem Statement die grundsätzliche Bedeutung der Veranstaltung: „Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Hamburg hat sich zu einem wichtigen Knotenpunkt der europäischen Windindustrie entwickelt. Mit 1.600 Ausstellenden und über 40.000 Besuchenden aus aller Welt bringt die WindEnergy Hamburg relevante Unternehmen, Innovatoren, politische Entscheidungsträger und weitere Akteure zusammen.“

 

Kooperation für mehr Resilienz

Zwei Kernbotschaften gingen von der WindEnergy Hamburg aus: Die Branche ist trotz politischer und wirtschaftlicher Hindernisse wie hohen Finanzierungskosten, Margendruck, angespannten Lieferketten und langwierigen Genehmigungsprozesse weltweit weiter auf Wachstumskurs. Und:

Zusammenarbeit über Länder- und Kontinente hinweg ist ein Schlüssel für nachhaltigen Erfolg. Gleichzeitig wurde deutlich, dass für den weiteren Ausbau der Windenergie nicht nur die Erzeugungskapazitäten, sondern auch die Infrastruktur Schritt halten muss. Ein weiteres zentrales Thema war daher der Netzausbau: In vielen Märkten werden fehlende Netzanschlüsse und begrenzte Netzkapazitäten mittlerweile als größter Hemmschuh für das weitere Wachstum der Windenergie angesehen. Eng damit verbunden ist die Bedeutung leistungsfähiger Häfen, Logistikstrukturen und Offshore-Lieferketten. Insbesondere für den Ausbau der Offshore-Windenergie sind sie eine zentrale Voraussetzung für den Transport, die Montage und die Wartung immer größerer Anlagen. Hamburg unterstreicht mit seiner Rolle als internationaler Logistikstandort und Drehscheibe der Windindustrie seine besondere Bedeutung für die globale Energiewende. Vor dem Hintergrund aktueller Versorgungsengpässe war die Bedeutung von Windenergie für eine von fossilen Importen unabhängige Energieversorgung zentrales Thema der Messe. Resilienz und Souveränität – das schließt auch eine diversifizierte Lieferkette und Innovationen ein, die Abhängigkeiten reduzieren. Beispiel „Winergy Genera“: Der Antriebsspezialist Flender stellte auf der WindEnergy Hamburg einen kompakten Generatortyp vor, der ohne Permanentmagneten auskommt – und damit komplett ohne Seltene Erden. „Die Windenergie ist zu einer zentralen Säule einer sicheren Energieversorgung in Europa geworden“, sagt Andreas Evertz, CEO der Flender-Gruppe. „Jedes Kilogramm eingespartes Material und jeder gewonnene Effizienzpunkt machen Windenergie wettbewerbsfähiger – und die Wettbewerbsfähigkeit bestimmt, wie schnell die Branche ausbauen kann.“

 

Global Player und Start-ups

Ob Anlagenhersteller, Zulieferer, Softwareunternehmen, Zertifizierer oder Logistikdienstleister, ob Weltmarktführer oder Newcomer: Auf der WindEnergy Hamburg ist die gesamte Wertschöpfungskette der Branche präsent. Ein besonderes Highlight war 2026 die Integration des neuen Schwerpunkthemas Energiespeicher mit einer eigenen Halle. Speichertechnologien und smarte Systemintegration machen Windparks wirtschaftlicher und gelten deshalb als Gamechanger der Branche. „Die WindEnergy Hamburg war eine herausragende Veranstaltung, und der Bereich Energiespeicherung erwies sich als ideale Plattform, um die ENEVO Group zu präsentieren. Als EPC-Partner für Wind-, Hybrid- und andere Projekte im Bereich erneuerbarer Energien bieten wir zudem Automatisierungs- und SCADA-Lösungen sowie Cybersicherheitsdienstleistungen an. Wir konnten zahlreiche Besucher begrüßen und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit sowohl hier in Deutschland als auch europaweit ausloten“, sagt Eduard Meiloiu, Vice President Renewables beim Ingenieurdienstleister Enevo Group.


Themenvielfalt mit Tiefgang

Das umfangreiche Rahmenprogramm mit insgesamt mehr als 300 Top-Speakerinnen und -Speakern zog die Teilnehmenden in ihren Bann. Von Regulatorik und Marktdesign über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bis zur Nachwuchsgewinnung: Expertinnen und Experten teilten auf den sechs frei zugänglichen Bühnen ihr Know-how zu den wichtigsten Fragestellungen der Industrie mit dem Publikum und suchten das Gespräch. Großen Zuspruch erfuhren auch die Recruiting Days an denen Auszubildende und Studierende sich bei den Ausstellenden über Karrieremöglichkeiten in der Windenergiebranche informierten. „Wissenstransfer und Informationsaustausch machen einen wesentlichen Teil der WindEnergy Hamburg aus“, sagt Claus Ulrich Selbach. Nur so könne die Branche die zahlreichen Herausforderungen meistern.


Ein positives Fazit zogen auch die beiden CEOs der Hamburg Messe und Congress, Heiko M. Stutzinger und Uwe Fischer: „Hamburg hat sich mit der maritimen Weltleitmesse SMM, der WindEnergy Hamburg und dem Doppelevent Hydrogen & Carbon Capture Technology World Expo zu einem Hotspot der Energiewende entwickelt“, sagt Stutzinger. „Diesen erfolgreichen Weg gehen wir konsequent weiter – auch auf internationaler Ebene“, ergänzt Fischer. Nächstes Highlight ist die WindEnergy Asia-Pacific powered by RECHARGE, die vom 25. bis 27. Mai 2027 in Singapur stattfindet. Eine Reihe von Verbänden und ausstellende Unternehmen haben bereits ihre Teilnahme angekündigt: „Die WindEnergy Asia-Pacific ist eine wichtige Plattform, um Akteure der Windbranche mit den Dienstleistungen, dem Fachwissen und den Lösungen zu verbinden, die zur Leistungsmaximierung erforderlich sind. Als wichtiger Wachstumsmarkt für die globale Windbranche bietet die Region Asien-Pazifik große Chancen für Kooperationen“, sagt Sivakumar Jayapal, Chief Service Officer, ZF Wind Power. Die nächste WindEnergy Hamburg findet vom 26. bis 29. September 2028 statt.

 

Die kommunizierten Zahlen beruhen auf einer Hochrechnung vom letzten Messetag, Stand 12 Uhr, und sind vorläufig. Aufgrund einer Umstellung bei der qualifizierten Besuchendenbefragung liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine abschließenden Angaben zur Gesamtzufriedenheit vor. Weitere Informationen sowie Fotos und Pressemeldungen zum Download gibt es auf Join the global on & offshore event - WindEnergy Hamburg sowie auf LinkedIn und Instagram

Gut besuchter Vortrag auf einer Messebühne mit großformatiger Präsentation im Hintergrund.
Blick auf den Eingang Mitte der Hamburg Messe und Congress mit zahlreichen Messebesuchenden vor der großen Glasfassade.
Messebesuchende im Gespräch an einem Informationsstand in einer gut besuchten Messehalle.

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Jusrah Doosry
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