SMM 2026 schafft eigene Naval Hall

Halle B8 bündelt Ausstellung, Fachprogramm und Networking für maritime Sicherheit und Verteidigung

Die SMM erweitert ihr Maritime Security & Defence-Angebot und schafft mit der Naval Hall eine eigene Halle für dieses Themenfeld. Die Halle B8 vereint Ausstellung, die Naval Stage als Bühne für ein internationales Fachprogramm und Networking. So wird die Naval Hall zum zentralen Treffpunkt für Industrie, Marinen, Beschaffungsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und internationale Delegationen. Vom 1. bis 4. September 2026 zeigen in der Naval Hall mehr als 50 Unternehmen und Organisationen Technologien und Systeme für Marineschiffe, maritime Überwachung, Kommunikation, Unterwasseranwendungen sowie weitere Lösungen für Sicherheit und Verteidigung auf See. Darüber hinaus zeigen auf dem gesamten Messegelände mehr als 150 weitere Aussteller Dual-Use-Technologien und Lösungen für die zivile und Marineschifffahrt. 

„Die SMM entwickelt sich seit jeher mit der maritimen Industrie weiter. Maritime Sicherheit und Verteidigung und Dual-Use-Technologien sind seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Ausstellungs- und Konferenzprogramms. Mit der Naval Hall gehen wir nun den nächsten Schritt und schaffen dafür eine eigene Halle mit einer eigenen Bühne“, sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburg Messe und Congress.

Technologische Vielfalt 

In der Naval Hall zeigt sich die gesamte Bandbreite maritimer Sicherheits- und Verteidigungstechnologien – von Schiffbau und Marinesystemen über Kommunikation, Sensorik und Navigation bis hin zu Automatisierungs-, Unterwasser- und Satellitentechnologien. Vertreten sind unter anderem Rheinmetall Naval Systems, KONGSBERG FERROTECH, Bosch Rexroth, Rohde & Schwarz, Telespazio, Emerson – Damcos, PGZ Stocznia Wojenna und ELAC SONAR. Auf dem gesamten Messegelände präsentieren Unternehmen wie Fincantieri, Damen Shipyards, Navantia, Fassmer, Anschütz und Hensoldt weitere Lösungen für maritime Sicherheit und Dual-Use-Anwendungen.

Beispiele aus der Ausstellung sind Antriebs- und Steuerungstechnologien von Bosch Rexroth für Marine- und Verteidigungsanwendungen. Am Messestand demonstriert das Unternehmen Motion-Plattformen live. KONGSBERG FERROTECH stellt eine robotergestützte Lösung für Unterwasserreparaturen an Schiffsrümpfen vor. Die patentierte Technologie ermöglicht Reparaturen auf Werftniveau, ohne dass das Schiff ins Trockendock muss oder der Schiffsbetrieb unterbrochen wird. Telespazio präsentiert eine neue Generation satellitengestützter Kommunikationslösungen, darunter eine Multi-Orbit-Kommunikationsarchitektur sowie die KI-gestützte T-BOX EVO für sichere und ausfallsichere Konnektivität auf See.

Technologietransfer

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Transfer neuer Technologien in die praktische Anwendung. Das Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw) zeigt, wie die Zusammenarbeit von Start-ups, Forschungseinrichtungen und Industrie Innovationen schneller zur Einsatzreife bringt. Ergänzt wird das Angebot durch die Dual-Use Tech Newcomer Zone, Start-up Speaker Slots sowie weitere Innovations- und Networking-Formate, die Unternehmen eine Plattform bieten, ihre Lösungen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. 

„Innovationen spielen heute eine Schlüsselrolle für die Verteidigungsfähigkeit und sind auch für die maritime Sicherheit von zentraler Bedeutung. Gerade im Bereich der Dual-Use-Technologien können Erkenntnisse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bundeswehr zusammengeführt und der Weg von der Idee bis zur Anwendung deutlich beschleunigt werden. Die Naval Hall schafft dafür im Rahmen der SMM die richtigen Voraussetzungen.“ Flottillenadmiral Bock, Leiter Innovationszentrum der Bundeswehr.

MS&D Konferenz und Naval Stage

Zu den zentralen Programmhighlights in der Naval Hall zählt die MS&D – Internationale Konferenz & Expo für maritime Sicherheit & Verteidigung. Sie findet am 3. und 4. September auf der Naval Stage statt und ist für alle Teilnehmenden frei zugänglich. Zusammen mit den Sessions am 1. und 2. September entsteht ein viertägiges Fachprogramm, das technologische Entwicklungen ebenso aufgreift wie strategische Fragen der maritimen Sicherheit. 

Auf der Agenda stehen unter anderem Unterwassersysteme, technologische Souveränität, europäische Kooperationen im Marineschiffbau, maritime Resilienz, autonome Systeme sowie Fragen der industriellen Leistungsfähigkeit und Beschaffung. Die MS&D Konferenz wird programmatisch vom Deutschen Maritimen Institut (DMI) verantwortet. Die Sessions der Naval Stage gestalten unter anderem Sea Naval – die europäische Plattform für den Austausch zwischen Marine, Werften und maritimer Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, die Gesellschaft für Maritime Technik (GMT) sowie der maritime Think Tank Nexmaris.

„Maritime Sicherheit ist heute ein zentraler Bestandteil unserer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und strategischen Handlungsfähigkeit. Die wachsenden Herausforderungen auf See lassen sich nur durch eine enge Zusammenarbeit von Politik, Marine, Industrie und Wissenschaft bewältigen. Plattformen wie die SMM mit ihrer Naval Hall schaffen dafür den notwendigen Raum.“ Dr. Moritz Brake, Gründer und Geschäftsführer von Nexmaris.

Innovation trifft Beschaffung

Damit Innovationen schneller ihren Weg in Beschaffungsprozesse finden, bietet die Naval Hall gezielte Austausch- und Matchmaking-Formate zwischen Industrie, Beschaffungsorganisationen und potenziellen Zulieferern. Ein zentrales Format ist der BME Einkäuftertag, der am 1. September erstmals im Rahmen der SMM stattfindet. Veranstaltet wird er in Kooperation mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), Deutschlands führendem Fachverband für Einkauf, Supply Chain Management und Logistik. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau europäischer Lieferketten, Werftkapazitäten, autonome Systeme sowie der Zugang neuer Unternehmen zum Verteidigungsmarkt.

Vorgestellt wird außerdem SVI Connect, eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Plattform des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie(BDSV). Sie vernetzt Beschaffungsorganisationen, Verteidigungsindustrie und potenzielle Zulieferer digital miteinander und erleichtert insbesondere neuen sowie Dual-Use-Unternehmen den Einstieg in die Verteidigungslieferkette.

Zwei Männer schauen sich ein Expose auf der SMM an.

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Nele Bruns
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