Die Themen der GET NORD treffen auf einen Markt mit großem Potenzial: Rund sieben Millionen Badezimmer in Deutschland sind sanierungsbedürftig. Zu diesem Ergebnis kommt die Grundlagenstudie „#germanbathrooms“ der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)1. Der Modernisierungsbedarf eröffnet dem SHK-Handwerk erhebliche Marktchancen. Denn während der Wohnungsneubau weiterhin hinter den Erwartungen zurückbleibt, werden nach Angaben des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) inzwischen mehr als 83 Prozent des Umsatzes im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk im Gebäudebestand erwirtschaftet2. Die Badmodernisierung zählt damit zu den wichtigsten Wachstumsfeldern der Branche. Gleichzeitig steigen die Anforderungen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Gefragt sind Bäder, die Komfort, Nachhaltigkeit und Barrierearmut bzw. -freiheit verbinden und den Bedürfnissen unterschiedlicher Generationen gerecht werden. Die GET NORD greift diese Entwicklungen auf und zeigt Produkte, Technologien und Konzepte, mit denen das Fachhandwerk die wachsende Nachfrage nach modernen und zukunftsfähigen Bädern bedienen kann.
Innovationen für die moderne Badgestaltung
In Halle B6 präsentieren renommierte Hersteller ihre neuesten Produkte und Konzepte für die Badgestaltung. Dabei wird deutlich, wie sich innovative Sanitärtechnik, moderne Dusch-WCs, intelligente Installationssysteme, hochwertige Armaturen, stilvolle Badmöbel sowie kreative Material- und Farbkonzepte zu durchdachten Badwelten verbinden. Zu den Ausstellenden zählen unter anderem Geberit und TOTO, die aktuelle Entwicklungen rund um Hygiene, Komfort und moderne Sanitärtechnik zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von Spül- und Duschsystemen sowie auf flexiblen Installationslösungen, die sich an unterschiedliche bauliche und gestalterische Anforderungen anpassen lassen. Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend zu ganzheitlichen Badkonzepten, die Funktionalität, Design, Hygiene und Komfort miteinander vereinen.
Demografischer Wandel erhöht den Bedarf an altersgerechten Bädern
Ein weiterer Schwerpunkt sind zukunftsfähige Badkonzepte, die auf die Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft ausgerichtet sind. Der Bedarf an altersgerechten Lösungen wächst: Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird bereits 2035 jede vierte Person in Deutschland 67 Jahre oder älter sein. 2024 war es noch jede fünfte Person. Bis Ende der 2030er-Jahre steigt die Zahl der Menschen ab 67 Jahren zudem um vier bis fünf Millionen auf mindestens 20,5 Millionen3.
Mit der Alterung der Gesellschaft nimmt zugleich der Pflegebedarf zu – und damit auch die Bedeutung eines entsprechend angepassten Wohnumfelds. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes könnte die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2060 auf rund 6,7 Millionen steigen4. Da ein Großteil der Pflege auch künftig im häuslichen Umfeld stattfinden wird, gewinnt die Anpassung von Wohnungen und insbesondere von Badezimmern weiter an Bedeutung. Rund 5,07 Millionen Pflegebedürftige könnten demnach ambulant beziehungsweise im häuslichen Umfeld versorgt werden, während etwa eine Million Menschen in Pflegeeinrichtungen leben könnten.
Barrierearme Bäder: Flexible Konzepte für den Wohnungsbestand
Für die Modernisierung bestehender Badezimmer zeigen zahlreiche Hersteller, darunter Geberit, TECE, hansgrohe, SCHELL, GROHE, HANSA und Viega, intelligente Ausstattungs- und Gestaltungselemente, mit denen sich Bäder flexibel an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen. Dazu gehören barrierearme Konzepte, bodengleiche Duschen, ergonomisch gestaltete Armaturen und flexible Installationssysteme, die eine langfristige Nutzung ermöglichen. Ergänzt werden diese Ansätze durch intuitive Bedienkonzepte, komfortable Duschsysteme und weitere Ausstattungsdetails, die Sicherheit und Selbstständigkeit im Bad unterstützen. Der Trend geht dabei zunehmend zu Lösungen, die Barrierearmut nicht als rein funktionales Thema verstehen, sondern selbstverständlich in modernes Design und individuelle Badgestaltung integrieren.
Wie sich barrierearme und altersgerechte Badkonzepte in der Praxis umsetzen lassen, zeigt die Daily Guided Tour „Bad der Zukunft: Barrierefrei & Intelligent“, geführt von Beraterin und Architektin Antje Voss vom Verein Barrierefrei Leben e.V.. An allen drei Messetagen finden jeweils zwei Touren statt und geben Einblicke in zeitgemäße Lösungen und innovative Ansätze für die Gestaltung zukunftsfähiger Bäder. Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen finden interessierte Fachbesucherinnen und -besucher ab Oktober auf der GET NORD Webseite.
Nachhaltige Badkonzepte: Weniger Verbrauch, mehr Lebensqualität
Ressourcenschonung zählt 2026 zu den prägenden Entwicklungen der Sanitärbranche. Vor dem Hintergrund zunehmender Trockenperioden und steigender Anforderungen an Klima- und Umweltschutz etabliert sich das nachhaltige Badezimmer (Sustainable Bathroom) zunehmend als Standard – sowohl im Neubau als auch bei der Modernisierung. Hersteller wie GROHE, hansgrohe und KLUDI zeigen, wie sich Wasser- und Energieeffizienz mit Komfort und hochwertigem Design verbinden lassen. Im Fokus stehen dabei Technologien, die ein intensives Nutzungserlebnis bei reduziertem Ressourcenverbrauch ermöglichen. Dazu gehören wassersparende Duschsysteme, effiziente Armaturen, intelligente Steuerungen und innovative Ansätze zur Wärmerückgewinnung. Gleichzeitig werden nachhaltige Lösungen immer stärker in ganzheitliche Badkonzepte integriert, bei denen Ressourceneffizienz, Komfort und individuelle Gestaltung zusammengedacht werden. Auch bei Armaturen und Duschsystemen zeigt sich ein wachsender Trend zu intuitiver Bedienung, effizientem Ressourceneinsatz und langlebigen Lösungen. Neue Installations- und Unterputzkonzepte sowie aufeinander abgestimmte Badkomponenten ermöglichen eine harmonische Verbindung von Technik, Funktionalität und Gestaltung.
Construct-X auf der GET NORD 2026: Digitale Zukunft für das SHK-Handwerk
Neben innovativen Produkten, nachhaltigen Konzepten und zukunftsfähigen Lösungen für die Badgestaltung rückt auf der GET NORD 2026 auch die digitale Weiterentwicklung des SHK-Handwerks in den Fokus. Denn moderne Bäder entstehen nicht nur durch technische Innovationen und hochwertiges Design, sondern zunehmend auch durch effiziente digitale Prozesse in Planung, Koordination und Umsetzung. In Halle B2 EG präsentiert der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) das Forschungsprojekt Construct-X und zeigt, wie digitale Vernetzung die Arbeit im SHK-Handwerk künftig unterstützen kann. Ziel des Projekts ist es, den sicheren und effizienten Austausch von Daten entlang der Bau- und Sanierungskette zu ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu verbessern. Für SHK-Betriebe bietet Construct-X konkrete Vorteile: Digitale Prozesse erleichtern und beschleunigen Planung und Ausführung, verbessern Schnittstellen und reduzieren den Verwaltungsaufwand. Damit unterstützt das Projekt das Fachhandwerk dabei, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Branche langfristig zu sichern.
Jetzt Ticket sichern!
Fachbesuchende können ihr Ticket für die GET NORD 2026 unter Tickets und Einladungen - GET NORD erwerben. Medienvertreterinnen und -vertreter finden die Möglichkeit zur Akkreditierung hier auf der Webseite.


