Internationale Beteiligung wächst weiter

26 Nationenpavillons, elf neue Ausstellerländer und neue offizielle Länderbeteiligungen unterstreichen die internationale Strahlkraft der Weltleitmesse.

Hamburg, 12. August 2026 – Die internationale Präsenz auf der SMM 2026 nimmt weiter zu. Mit 26 Nationenpavillons – zwei mehr als 2024 –, elf neuen Ausstellerländern und wachsenden Beteiligungen aus den führenden Schiffbaunationen Asiens bestätigt die Weltleitmesse ihre Rolle als globaler Treffpunkt der maritimen Industrie. Neue offizielle Nationenpavillons aus Zypern und Brasilien sowie erstmals offizielle Auftritte aus Indien und Vietnam kommen hinzu. Immer mehr Länder nutzen die SMM, um ihre maritime Wirtschaft sichtbar zu machen und neue Märkte zu erschließen.

„Die SMM ist heute mehr denn je der zentrale Treffpunkt der maritimen Industrie. Unternehmen, Verbände und Regierungen nutzen die Weltleitmesse, um gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen der Branche zu entwickeln. Die wachsende internationale Beteiligung zeigt, dass der persönliche Austausch über Ländergrenzen hinweg wichtiger ist denn je“, sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Technology bei der Hamburg Messe und Congress.

Indien baut maritime Präsenz deutlich aus

Erstmals organisiert das Ministry of Ports, Shipping and Waterways (MoPSW) gemeinsam mit der Indian Ports Association zwei offizielle indische Gemeinschaftspavillons auf der SMM – in Halle B3.OG sowie in der Naval Hall B8. Die Beteiligung spiegelt Indiens wachsende Bedeutung als maritime Industrie- und Technologienation wider. Das Land verfolgt umfassende Ausbaupläne für Hafeninfrastruktur, Schiffbau sowie digitale und nachhaltige maritime Technologien. Zur SMM 2026 werden rund 35 Aussteller aus Indien erwartet, darunter Chowgule & Company Private Limited, Buoyancy Consultants & Engineering, Swan Defence and Heavy Industries, Vedam Design & Technical Consultancy, Marine Electricals (India) Limited und Synergy Shipbuilders N Dock Works Ltd.  

Neben den Gemeinschaftspavillons ist Indien auch im Konferenzprogramm der SMM vertreten. Shri Vijay Kumar, Secretary des Ministry of Ports, Shipping and Waterways, nimmt an der Official Opening Conference teil und wird mit seinem Statement „India Perspective: Global Maritime Growth & Connectivity“ die wachsende Rolle Indiens in der globalen maritimen Wirtschaft beleuchten. Auf der Open Stage widmet sich die Session „The India Opportunity: Investing in Shipbuilding & Shipping Clusters“ den Investitions- und Entwicklungspotenzialen des indischen Schiffbaus, maritimen Clustern sowie internationalen Kooperationsmöglichkeiten. Darüber hinaus wird eine hochrangige indische Marine- und Regierungsdelegation zur SMM erwartet. In der Naval Hall B8 präsentieren sich die Indian Ports Association, Cochin Shipyard und Garden Reach Shipbuilders & Engineers.  

Auch bei ALL ABOUTPORTS ist Indien Teil des Programms: Shri Vijay Kumar nimmt an der offiziellen Eröffnung der neuen Hafenkonferenz teil. Eine indische Session widmet sich zudem der Entwicklung indischer Häfen zu wettbewerbsfähigen, technologiegestützten und nachhaltigen Logistikdrehscheiben sowie den damit verbundenen internationalen Investitionsmöglichkeiten.

Neue Länderauftritte aus Brasilien, Zypern und Vietnam

Brasilien präsentiert sich erstmals mit einem Nationenpavillon auf der SMM, organisiert von der Brazilian Association of Companies of the Blue Economy (ABEEMAR). Der Verband fördert die brasilianische Blue Economy mit Schwerpunkten auf Innovation, Nachhaltigkeit und Geschäftsentwicklung. Zu den Unternehmen im Pavillon gehören unter anderem Flexprin Industria und Diesel Line.

Der Nationenpavillon aus Zypern wird vom Ministry of Energy, Commerce and Industry der Republik Zypern in Zusammenarbeit mit dem Shipping Deputy Ministry und dem Cyprus Trade Centre in Berlin organisiert. Vertreten sind zehn Unternehmen sowie staatliche und maritime Institutionen aus den Bereichen maritime Dienstleistungen, Schiffsreparatur und technische Ausrüstung, Kommunikation und Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Forschung und Klassifikation. Dazu zählen unter anderem das Cyprus Marine & Maritime Institute (CMMI), Tototheo Maritime, Multimarine Services und das Shipping Deputy Ministry. Zum Programm gehört außerdem das „Cyprus Maritime Innovation Event“ mit Präsentationen und einer Paneldiskussion zu Innovationen, Technologien und Marktchancen der zyprischen maritimen Wirtschaft.  

„Der erste offizielle zyprische Nationenpavillon auf der SMM Hamburg 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein für unsere maritime Wirtschaft und zeigt die Stärke, Expertise und internationale Wettbewerbsfähigkeit des maritimen Clusters Zyperns. Mit unserer Beteiligung möchten wir Zyperns Bekenntnis zu Qualität, Innovation und internationaler Zusammenarbeit bekräftigen. Zypern bietet internationalen Schifffahrtsunternehmen ein stabiles und attraktives Umfeld, getragen von einem wirtschaftsfreundlichen regulatorischen Rahmen, einem wettbewerbsfähigen und transparenten Tonnagesteuersystem sowie einer proaktiven Schifffahrtsverwaltung“, so das Ministry of Energy, Commerce and Industry der Republik Zypern.

Erstmals ist auch Vietnam durch die Vietnam Shipbuilding Industry Association (VISIA) offiziell vertreten. Der Verband vertritt die vietnamesische Schiffbauindustrie und bringt sich auch inhaltlich ins Programm ein: Die Session „Digital Engineering Partnerships: Expanding Global Shipbuilding Capacity“ auf der Open Stage beleuchtet aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Branche.

Darüber hinaus beteiligen sich erstmals Unternehmen aus Luxemburg, Aserbaidschan, den Philippinen, Andorra, den Bahamas, der Slowakischen Republik, Irland, Saudi-Arabien, dem Libanon und Curaçao.  

Asiens Schiffbaunationen legen weiter zu

Südkorea verzeichnet erneut ein Plus. Zu den wichtigsten koreanischen Ausstellern zählen unter anderem Korean Register, Panasia, Bosung Engineering, Daeyang Electric und Kangrim Heavy Industries. China stellt weiterhin die größte internationale Länderbeteiligung der SMM und baut seine Präsenz 2026 weiter aus. Erstmals findet zudem der China-Europe Maritime Summit statt, den der Verband Deutscher Reeder (VDR), die China Association of the National Shipbuilding Industry (CANSI) und DNV gemeinsam veranstalten. Die Konferenz bringt hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der chinesischen und europäischen maritimen Wirtschaft zusammen und widmet sich der industriellen Zusammenarbeit sowie technologischen Innovationen und Transformationspfaden.  

Auch Japan erweitert seinen Messeauftritt, unter anderem mit dem Gemeinschaftsstand der Japan Ship Machinery and Equipment Association (JSMEA).

Mehr Aussteller aus Europa

Frankreich verzeichnet innerhalb der Top-20-Ausstellernationen eine der stärksten Wachstumsraten. Auch Österreich, Spanien, Norwegen und die Niederlande sind gegenüber der vergangenen Veranstaltung stärker vertreten.

Hochrangige Delegationen aus aller Welt

Neben den internationalen Ausstellern werden zur SMM erneut hochrangige Delegationen aus Politik, Wirtschaft sowie Marine und Küstenwachen erwartet. Marine- und Regierungsdelegationen haben sich unter anderem aus Albanien, Argentinien, Brasilien, Finnland, Frankreich, Ghana, Großbritannien, Indien, Katar, Korea, Rumänien, Spanien und der Türkei angekündigt. Ergänzt wird das Programm durch Wirtschaftsdelegationen, darunter die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA), die China Shipowners Association, die Cooperative Association of Japan Shipbuilders (CAJS) sowie Delegationen aus China, Indien und Kolumbien. Das Delegationsprogramm fördert den direkten Austausch zwischen Unternehmen, Verbänden und Behörden.  

Auch der Vizebürgermeister von Shanghai, Jie Chen, wird zur SMM erwartet. Seine Teilnahme fällt in das 40. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai. Aus diesem Anlass findet ein offizieller Abendempfang statt, der die engen wirtschaftlichen und maritimen Beziehungen zwischen beiden Städten unterstreicht.

Die SMM 2026 bringt etablierte Schiffbau- und Schifffahrtsnationen ebenso wie neue maritime Märkte in Hamburg zusammen. Als „the world’s leading maritime industry event“ schafft sie eine globale Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und die Zukunft der maritimen Industrie.

Podiumsdiskussion auf einer Konferenzbühne. Eine Person steht an einem Rednerpult mit der Aufschrift „Open Stage“, während sechs weitere Personen auf orangefarbenen Sesseln sitzen. Im Hintergrund zeigt eine große Leinwand Informationen zu einer maritimen Fachveranstaltung in Indien. Die Bühne ist in Blau- und Orangetönen beleuchtet und von dekorativen Wandpaneelen eingerahmt.

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Nele Bruns
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