Häfen stehen unter wachsendem Druck: Sie müssen Lieferketten resilient halten, die Energiewende unterstützen, digitale Technologien integrieren und gleichzeitig ihre Sicherheitsvorkehrungen ausbauen. Wie diese Herausforderungen bewältigt werden können, diskutieren internationale Expertinnen und Experten auf der ALL ABOUT PORTS am 2. und 3. September 2026 im CCH – Congress Center Hamburg. Die neue Fachkonferenz mit begleitender Ausstellung bietet eine Plattform für ganzheitliche Hafenlösungen und findet parallel zur SMM – the world’s leading maritime industry event sowie in Verbindung mit der LogiNext Germany, dem neuen Branchentreff für digitale Innovationen in der Logistik mit begleitender Ausstellung, statt.
Transformation und Resilienz
Wie lassen sich Häfen widerstandsfähiger, nachhaltiger und technologisch innovativer aufstellen? Mit zahlreichen Sessions, Panels und Keynotes auf drei Bühnen greift die Veranstaltung zentrale Fragen der Branche aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA), spricht auf der „Transformation & Resilience Stage“ über intelligentes Hafenmanagement – und darüber, welche Rolle automatisierte mobile Sensorik für mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und den Schutz kritischer Hafeninfrastruktur spielt. Meier ist Präsident des Welthafenverbands IAPH und Schirmherr der ALL ABOUT PORTS. „Häfen sind heute weit mehr als Umschlagplätze – sie sind Knotenpunkte für Daten, Energie und internationale Zusammenarbeit“, sagt Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, die den zweiten Konferenztag eröffnet. „Maritime Resilienz ist für uns kein abstraktes Ziel, sondern konkrete Standortpolitik.“
Sicherheit und Resilienz
Auch Sicherheitsaspekte rücken in den Fokus: Häfen spielen eine wichtige Rolle im Rahmen der europäischen Verteidigungspolitik. Sie fungieren als strategisch bedeutsame Logistik-Hubs für militärische Ausrüstung und sind zugleich potenzielle Angriffsziele. Über die Sicherheit maritimer Infrastruktur im Zeitalter hybrider Bedrohungen spricht Roy Avrahami, Chief Innovation Officer des israelischen Hafens Ashdod. „Zusammenarbeit ist eines unserer stärksten Werkzeuge: Krisen kennen keine Grenzen, unsere Zusammenarbeit sollte es auch nicht“, sagt ALL ABOUT PORTS-Schirmherr Jens Meier.
Digitalisierung und Automatisierung
Umfangreiche Digitalisierung und Automatisierung machen die Häfen fit für die Aufgaben der Zukunft – und sind ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Die beiden Panels „From Ship to Port – digitale Schnittstellen als Schlüssel für effiziente Hafenprozesse“ und „Autonomer Güterumschlag – wie weit kann Automatisierung im Hafen gehen?” widmen sich den technologischen Innovationssprüngen bei Logistikprozessen. In diesem Zusammenhang beleuchtet Torben Seebald, Personalvorstand von Hamburgs größtem Hafenlogistiker HHLA, die Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeit im Hafen: Welche Qualifikationen werden künftig benötigt und wie gelingt es, Beschäftigte in der Transformation mitzunehmen? Im Zentrum steht die Frage, wie ein produktiver und zugleich sozial nachhaltiger Hafenbetrieb gestaltet werden kann.
Finanzierung und Hafenstrategie
Im Rahmen der Nationalen Hafenstrategie hat die Bundesregierung strategische Ziele sowie rund 140 operative Maßnahmen definiert und ein Förderpaket auf den Weg gebracht. Doch angesichts des Investitionsbedarfs stellt sich die Frage nach ergänzenden Finanzierungsquellen. Welche Mittel auf EU-Ebene zur Verfügung stehen und wie die Häfen davon profitieren können, erläutert Helena Rapp vom Deutschen Maritimen Zentrum.
Energie und Nachhaltigkeit
Klimafreundliche Schifffahrt und grüne Transportkorridore gelten als zentrale Bausteine der maritimen Transformation. Häfen spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie die notwendige Infrastruktur für alternative Kraftstoffe und emissionsarme Schiffsverkehre bereitstellen müssen. Eines der Themen auf der „Energy & Sustainability Stage“ lautet daher: „Smartes Bunkern: Wie Reallabore die Standards für alternative Kraftstoffe definieren“. Eine weitere Diskussion liefert einen Realitätscheck zur Energiewende: Wie lassen sich ökologische Ziele, wirtschaftliche Anforderungen und infrastrukturelle Grenzen in Einklang bringen?
Weltweit arbeiten Akteure an Roadmaps für den emissionsfreien Hafen – eine Herausforderung auf allen Ebenen. Antonia Kuntze, Leiterin Flottenservice der Flotte Hamburg, zeigt den Weg von einer grünen zu einer emissionsfreien Hafenflotte auf und unterstreicht die Vorbildfunktion öffentlicher Akteure.
Plattform und Expertise
Die ALL ABOUT PORTS bietet ein vielseitiges Programm für die Teilnehmenden. „Damit schaffen wir eine Plattform, auf der internationale Entscheiderinnen und Entscheider Lösungen für resiliente und klimaneutrale Häfen diskutieren und gemeinsam weiterentwickeln können“, sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime and Energy bei der Hamburg Messe und Congress (HMC). Parallel zur Konferenz präsentieren führende Technologieanbieter und innovative Start-ups ihre Lösungen für die Hafenlogistik von morgen.
Starke Unterstützung aus der Branche
Zu den Partnern der Veranstaltung zählen unter anderem IAPH, HPA, HPC Hamburg Port Consulting, das Maritime Cluster Norddeutschland, der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, das Deutsche Maritime Zentrum, Hafen Hamburg Marketing (HHM), der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler, der Terminalbetreiber EUROGATE und die Federation of European Private Port Companies and Terminals. Mit ihrem interdisziplinären Ansatz fördert die ALL ABOUT PORTS den Austausch über innovative Technologien, nachhaltige Infrastrukturkonzepte und zukunftsfähige Hafenstandorte.
Tickets und Teilnahme
Tickets und weitere Informationen unter:
Die neue Plattform für ganzheitliche Hafenlösungen - ALL ABOUT PORTS
Die Teilnahme an der ALL ABOUT PORTS ist im Ticket für die SMM inbegriffen.


