GSIS 2026: Die Köpfe hinter Europas Sicherheit und Innovation

Lord Sedwill und internationale Spitzenvertreter aus Politik, Forschung und Technologie kommen nach Hamburg – GSIS baut seine Plattform für Europas Sicherheit und Innovationsfähigkeit weiter aus

 

Hamburg, 9. September 2026 – Drei Monate vor dem Global Security and Innovation Summit (GSIS) stehen weitere internationale Speaker fest. Am 9. und 10. Dezember diskutieren im CCH – Congress Center Hamburg unter anderem Lord Sedwill, ehemaliger National Security Adviser des Vereinigten Königreichs und heutiger Chair of the Trustees des International Institute for Strategic Studies (IISS), Lieutenant General Michael Vetter, Director-General for Innovation and Cyber und Chief Information Officer im Bundesministerium der Verteidigung, Marcus Wandt, Senior Vice President und Head of Group Strategy and Technology bei Saab sowie ESA-Astronaut, und Dr Florika Fink-Hooijer, Director-General der Health Emergency Preparedness and Response Authority (HERA) der Europäischen Kommission.

Weitere bestätigte Speaker kommen unter anderem von ESA, EUSPA, dem European Investment Fund, SINTEF, CEPI und dem dänischen Außenministerium. Inhaltlich reicht das Programm von geopolitischem Technologiewettbewerb über Defence Innovation, Defence-Tech-Finanzierung, Quantum und Biosecurity bis zu Space, Energie, kritischen Rohstoffen und sicheren Lieferketten. Zugleich nehmen mit der Innovation Zone und neuen Partnerprogrammen weitere Formate des GSIS konkrete Gestalt an.

Im Mittelpunkt des GSIS steht die Frage, welche Fähigkeiten Europa und seine Partner aufbauen und sichern müssen, um in einem zunehmend umkämpften geopolitischen Umfeld sicher und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Konferenzprogramm konzentriert sich auf die drei Themenbereiche Finance and Innovation, Advanced Technologies sowie Supply Chains and Resilience.

Geopolitik und Innovation

Welche Rolle technologische Innovation im geopolitischen Wettbewerb spielt, diskutiert Lord Sedwill am 9. Dezember im Panel „The New Geopolitics of Innovation“. Sedwill war von 2017 bis 2020 National Security Adviser des Vereinigten Königreichs und von 2018 bis 2020 Cabinet Secretary and Head of the UK Civil Service. 2021 leitete er zudem das G7 Panel on Global Economic Resilience.

„Beim GSIS bringen wir Menschen zusammen, die Europas Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit mitgestalten – politisch, technologisch und wirtschaftlich“, sagt Dimitrios Argirakos, Executive Chair des GSIS. „Die jetzt bestätigten Speaker stehen für genau diese Verbindung. Wir wollen diskutieren, welche Technologien Europa braucht, wie Innovation schneller in die Anwendung kommt und wie wir kritische Fähigkeiten und Infrastrukturen langfristig sichern."

Defence Tech: Innovation und Finanzierung

Wie neue Technologien schneller für Verteidigung und Sicherheit nutzbar werden können, steht in der Session „Defence Innovation“ im Mittelpunkt. Mit Lieutenant General Michael Vetter, Director-General for Innovation and Cyber und Chief Information Officer im Bundesministerium der Verteidigung, und Marcus Wandt, Senior Vice President und Head of Group Strategy and Technology bei Saab, treffen staatliche und industrielle Perspektive aufeinander. Wandt ist zugleich ESA-Astronaut und war 2024 an Bord der International Space Station.

Auch die Finanzierung von Defence Tech ist Teil des Programms. Im Panel „Financing the Defence-Tech Pivot“ diskutieren Hans Beyer, Senior Banker and Head of Defence bei SEB, und Dr Markus Schillo, Senior Regional Representative for Germany beim European Investment Fund (EIF), über die Finanzierung und Skalierung von Defence-Technologien.

Quantum, Biosecurity und Space

Einen Schwerpunkt des ersten Konferenztages bilden neue Technologien und ihre Bedeutung für die Sicherheit. Im Panel „The Innovation Frontier: Quantum and the Future of Security“ diskutieren Dr. Sofie Lindskov Hansen, Chief Quantum Expert im dänischen Außenministerium, und Gerald Mullally, CEO von Oxford Quantum Circuits, über die sicherheitspolitische Bedeutung von Quantentechnologien und die Frage, wie Europa seine Fähigkeiten in diesem Bereich stärken kann. Oxford Quantum Circuits entwickelt Quantensysteme unter anderem für Regierungen und Betreiber kritischer Infrastruktur und schloss 2026 eine Finanzierungsrunde über 260 Millionen Pfund ab.

Mit biologischen Risiken und der Vorbereitung auf mögliche Krisen beschäftigt sich das Panel „Building a Biosecurity Firewall“. Bestätigt sind Dr. Florika Fink-Hooijer, Director-General der Health Emergency Preparedness and Response Authority (HERA) der Europäischen Kommission, und Dr. Andrew Hebbeler, Director of Biosecurity bei der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) und ehemaliger Vertreter des White House Office of Science and Technology Policy. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Frage, wie sich strategische Abhängigkeiten verringern und die Vorbereitung auf biologische Bedrohungen verbessern lassen.
Auch Europas Rolle im Weltraum steht auf der Agenda. Laurent Jaffart, Director of Resilience, Navigation and Connectivity bei der European Space Agency (ESA), nimmt am Panel „Securing the Orbital Economy“ teil. Seine Arbeit bei der ESA verbindet Navigation und Konnektivität unmittelbar mit europäischen Sicherheits- und Verteidigungsanforderungen. Am zweiten Konferenztag spricht Rodrigo da Costa, Executive Director der European Union Agency for the Space Programme (EUSPA), über „Europe’s New Space Policy“.

Energie und kritische Lieferketten

Am 10. Dezember stehen Supply Chains and Resilience im Mittelpunkt. Bernhard Kluttig, Director-General für Security, Gas and Hydrogen, Federal Holdings im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, nimmt am Panel „Energy Resilience in Uncertain Times“ teil.

Um kritische Rohstoffe und die damit verbundenen Abhängigkeiten geht es im Panel „Critical Minerals and Supply Chain Security“. Zu den bestätigten Speakern zählt Alexandra Bech Gjørv, CEO des norwegischen Forschungsinstituts SINTEF, eines der größten unabhängigen Forschungsinstitute Europas.

Innovation Zone bringt Technologie in die Praxis

Die Innovation Zone ergänzt die Hauptkonferenz um einen Bereich, in dem Unternehmen, Start-ups und Technologieanbieter ihre Lösungen vorstellen und direkt mit Entscheidern, Investoren und möglichen Partnern ins Gespräch kommen können. Gezeigt werden Anwendungen unter anderem aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Quantum, Space, autonome Systeme und Dual Use. Hinzu kommen Lösungen für kritische Infrastruktur, Energie und sichere Lieferketten. Die Innovation Zone ist in das Konferenz- und Networking-Programm des GSIS eingebunden.

Hamburg Dual-Use Forum: Technologien für zivile und sicherheitsrelevante Märkte

Auch die Partnerprogramme des GSIS werden konkreter. Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg veranstaltet der GSIS am 9. Dezember das Hamburg Dual-Use Forum unter dem Titel „Technologies for Resilience and Industrial Strength“. Das Forum beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen Technologien sowohl für zivile als auch für sicherheitsrelevante Märkte entwickeln und daraus tragfähige Geschäftsmodelle schaffen können. Im Programm geht es unter anderem um maritime Systeme und Navigation, industrielle Souveränität sowie internationale Beispiele für erfolgreiche Dual-Use-Modelle. Zugleich zeigt das Forum, welche Rolle Hamburg mit seinen industriellen und technologischen Kompetenzen in diesem Markt spielen kann.

Tickets für das Hamburg Dual-Use Forum sind ab sofort buchbar und beinhalten auch den Zugang zur GSIS Networking Night am Abend des 9. Dezember: Buy tickets

Ein weiteres Partnerprogramm entsteht gemeinsam mit dem Deutschen Maritimen Zentrum. Das Format widmet sich am 9. Dezember dem Thema Maritime Security und der Frage, wie maritime Infrastruktur und Fähigkeiten besser geschützt werden können. Weitere Details zum Programm folgen.

 

Podiumsdiskussion auf der GSIS Accelerator Conference vor einem großen, blau beleuchteten Bühnenhintergrund mit GSIS-Logo. Mehrere Teilnehmende sitzen auf der Bühne und diskutieren vor einem Publikum.

Kontakt

Nele Bruns
PR Manager
T. +49 40 3569-2439