SMM DIGITAL: Safety first

Der Countdown läuft: Vom 2. bis 5. Februar findet die maritime Weltleitmesse SMM DIGITAL statt. Im Fokus steht das breitgefächerte Konferenzprogramm. Im Rahmen der MS&D, der internationalen Konferenz für maritime Sicherheit und Verteidigung, diskutieren renommierte Experten über verteidigungspolitische Herausforderungen, technologische Entwicklungen und Cybersecurity. Alle Angebote der SMM DIGITAL sind für die Zuschauer kostenfrei.

„Die weltumspannenden Meere und Ozeane sind Grundbedingungen für Handel, Entwicklung, Fortschritt und unseren Wohlstand“, sagt Vizeadmiral Andreas Krause, Inspekteur der Deutschen Marine. Umfassend sind auch die Aufgaben von Marinen und Küstenwachen zum Schutz der Gewässer: Dazu gehört die Sicherung von Handelswegen und Häfen ebenso wie Konfliktverhütung und Krisenmanagement, zum Beispiel bei Flüchtlingsbewegungen oder Naturkatastrophen. Die aktuelle weltweite Sicherheitslage bewertet Marinechef Krause auf der MS&D, die im Rahmen der SMM DIGITAL stattfindet.

Die internationale Konferenz für maritime Sicherheit und Verteidigung beleuchtet dabei auch den globalen strategischen Wettbewerb: Der teilweise massive Ausbau der Marinen einiger Länder zeigt, welche Bedeutung den Seestreitkräften beigemessen wird. So hat China die USA mit rund 350 Schiffen und U-Booten jüngst übertrumpft. Ein Großteil der Flotte ist hochmodern, darunter leistungsstarke Amphibienkampfschiffe oder der erste Flugzeugträger aus heimischer Produktion, die „Shandong“, die 2019 in Dienst gestellt wurde.

Auch von Europas Marinen verlangt die veränderte Sicherheitsarchitektur eine Neuorientierung. Deutschland unterzieht sich mit der Bestellung der Fregatte 126 (früher Mehrzweckkampfschiff 180) bereits einer Modernisierungskur: Bis zu sechs Milliarden Euro wird die deutsche Bundesregierung investieren. Wo er noch weiteres Potenzial für den europäischen Marineschiffbau sieht, erläutert Dr. Hans Christoph Atzpodien vom Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Cyberhygiene pflegen

Aufrüsten müssen die Marinen dabei nicht nur in puncto Waffentechnik und Schiffsleistung – auch auf sichere Software kommt es an. Eine Cyberattacke auf eine Reederei ist teuer, die technische „Übernahme“ eines Marineschiffs samt gefährlicher Waffen könnte eine Katastrophe sein. Anti-Viren-Systeme, Rund-um-die-Uhr-Schutz durch IT-Experten, wirksame Maßnahmen gegen Systemmanipulationen: Wie sich Marinen gezielt vor der digitalen Bedrohung schützen, erklärt Fregattenkapitän Dr. Robert Koch von der deutschen Marine auf der MS&D. Er warnt vor schlechter Cyberhygiene und fehlerhaft konfigurierten Datenbanken. „Das sind für die Täter gern genommene Angriffsvektoren“, so Koch.

Sind die digitalen Einfallstore erst mal sicher verschlossen, kann die Digitalisierung ihre volle Wirkung entfalten. Unbemannte Schiffe und der Einsatz von Augmented oder Virtual Reality tragen erheblich zur Effizienzsteigerung der Marinen bei. So werden etwa Seeleute mithilfe von VR-Simulationen darin geschult, die Situation an Deck eines Flugzeugträgers bei Flugoperationen zu managen. Wie sich das Potenzial immersiver Technologien voll ausschöpfen lässt, veranschaulicht Jenna Tuck, Executive Vice President der kanadischen Softwarefirma Modest Tree, in ihrem MS&D-Vortrag.

Auch der 3-D-Druck hebt die Marine auf ein neues Level: Erstmals wurde kürzlich ein französisches Minenjagdboot, die „Andromède“, mit einem innovativen Propeller ausgerüstet, der in dem additiven Verfahren entstanden ist. Worauf es bei der Produktion hochsensibler Komponenten für Marineschiffe ankommt, erklärt Werkstoffexpertin Corinna Bischof vom TechCenter Additive Manufacturing bei thyssenkrupp Marine Systems.

Gemeinsamer Austausch

„Wir freuen uns, dass erneut viele hochrangige Marinevertreter bei der MS&D dabei sein werden, unter anderem aus Deutschland, den USA, der EU, der NATO und dem International Maritime Bureau (IMB). Besonders interessant ist, dass sie hier auf Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft treffen. Ich bin mir sicher, dass alle von diesem exklusiven Austausch profitieren“, sagt Jan Wiedemann, Konferenz-Chairman und Herausgeber von NAVAL FORCES. Das Fachmagazin ist erneut Konferenzpartner der MS&D, die am 4. und 5. Februar stattfindet.

Die MS&D-Zuschauer können den Panelisten per digitaler Q&A-Funktion Fragen stellen. Die Moderatoren sammeln die Fragen und richten sie am Ende jeder Session an die Speaker. Zusätzlich können sich die Zuschauer über eine Chatfunktion auch untereinander in der maritimen Community austauschen.

Und auch über die Konferenzen hinaus haben die SMM-Macher eine Kommunikationsplattform geschaffen: „Wir laden die Teilnehmer, gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Enterprise Europe Network, zum virtuellen Networking-Event MariMatch@SMM ein. Damit geben wir ihnen die Möglichkeit, zukünftige Geschäfts- und Forschungspartner kennenzulernen und das eigene maritime Netzwerk zu erweitern“, sagt Claus Ulrich Selbach, Geschäftsbereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Zur kostenlosen Teilnahme an MariMatch@SMM ist eine Registrierung bis zum 1. Februar 2021 unter www.smm-hamburg.com/en/smm-streams/networking nötig.

Mehr Informationen zur MS&D gibt es unter:
www.smm-hamburg.com/smm-streams/conference-stream/msd

 

Über die SMM

Die SMM ist die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft und findet normalerweise alle zwei Jahre auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die 29. Auflage der Messe vom 2. bis 5. Februar 2021 als rein digitale Konferenz durchgeführt. Die SMM DIGITAL bringt die maritime Community unter dem Leitmotiv „Driving the maritime transition“ zusammen: Die Teilnehmer können die hochkarätig besetzten Konferenzen online über eine Streaming-Plattform verfolgen. Auf der SMM DIGITAL diskutieren internationale Experten über aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungen für die maritime Industrie. Die nächste SMM findet vom 6. bis 9. September 2022 statt.

Pressekontakt: Bianca Gellert, Tel: +49 40 3569 2445

E-mail: bianca.gellert@hamburg-messe.de