Skandinavien – vom Zauber edler Steine, Gletscher und Saurier

20.10.2017

Mineralien Hamburg präsentiert außergewöhnliche Fundstücke und Exponate

Die Mineralien Hamburg feiert in diesem Jahr 40-jähriges Jubiläum - Grund genug, dass alle Besucher, die in diesem Jahr 40 Jahre alt geworden sind, freien Eintritt zur Messe erhalten. Als größte Mineralien-Messe im Norden Europas mit über 400 Ausstellern gibt es im Jubiläumsjahr auch eine beeindruckende Sonderschau, die durch den gesamten skandinavischen Raum führt und nicht nur Fachbesucher faszinieren wird. Die Messe gilt seit Jahrzehnten als Treffpunkt für alle Sammler, Mineralogen, Geologen, Paläontologen und Kuratoren. 

Auf mehr als 500 Quadratmetern werden besonders interessante Fundstellen mit den dort gefundenen Mineralien vorgestellt. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich von Experten vor Ort über die Funde informieren zu lassen. Einer von Ihnen ist Alf Olav Larsen aus dem norwegischen Stathelle. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Mineralien aus den Syenit-Pegmatiten im Gebiet des Langesundsfords im südlichen Norwegen. Im Laufe der Jahre konnte er rund 185 verschiedene Mineralarten zusammenstellen, die teilweise schon vor über 150 Jahren von berühmten Mineralogen entdeckt wurden. Er ist selbst der Namensgeber eines Minerals, das 2009 entdeckt wurde, der Alflarsenit.

Sein Kollege Ingulv Burvald zählt ebenfalls zu den passionierten Sammlern, der in Hamburg viele seltene Exponate aus dem Gebiet des Langesundsfjords im Original zeigt. Burvald reist zum Sammeln auch in die Ferne: Regelmäßig fährt er zu den Faröer-Inseln, um dort nach seltenen Kristallstufen zu suchen. Die zu Dänemark gehörende Inselgruppe bietet in den dortigen Basaltvorkommen zahlreiche Fundmöglichkeiten für Stilbit, Mesolith, Mordenit oder Skolezit. Burvald zeigt nicht nur einen Teil seiner Schätze, er hält auch am Samstag, 2. Dezember, um 14 Uhr einen Vortrag auf der Mineralien Hamburg.

Eine andere mineralogische Attraktion aus dem Süden Norwegens wird Gunnar Jenssen aus Brevik erstmals in der Öffentlichkeit präsentieren. Der 62-jährige Obersteiger arbeitet in der Dalen-Kjørholt-Grube, einem Bergwerk, in dem Kalkspat abgebaut wird. Beim Abbau trifft man immer wieder auf riesige Hohlräume, die sensationell ausgebildete Calcit-Kristalle in vielen unterschiedlichen Kristallformen enthalten - Experten schätzen die Anzahl auf rund 500.

Einen Querschnitt durch die berühmten Mineralvorkommen Norwegens zeigt das Geologische Museum der Universität Oslo – darunter Stücke aus den Silberbergwerken von Kongsberg, Anatase von Hardangervidda oder seltene Arten aus dem Gebiet von Evje. Die TU Bergakademie Freiberg bringt Schaustufen aus den berühmten schwedischen Vorkommen mit. Darunter befinden sich viele „Klassiker“ aus Långban, Falun, Tunaberg, Ytterby oder Hakansboda.

Begleitet wird die faszinierende Sonderschau von einer Ausstellung der „Senckenberg Naturforschenden Gesellschaft“ aus Dresden über den Mineraliensammler und Mäzen Richard Baldauf (1848-1931). Er trug eine über 10.000 Stücke umfassende Sammlung an einzigartigen Mineralien aus aller Welt zusammen, von denen einige der attraktivsten Stücke auf der Mineralien Hamburg zu sehen sein werden.

Über Mineralien Hamburg

Die Mineralien Hamburg 2017 vom 1. bis 3. Dezember ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro), die Familienkarte und die Dreitages-Dauerkarte kosten jeweils 18 Euro, Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren zahlen 5 Euro, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Täglich ab 15 Uhr gibt es das Last-Minute-Ticket für 5 Euro. Weitere Infos und Fotos zum Download unter www.mineralien-hamburg.de Die Mineralien Hamburg gibt es auch auf facebook.com/mineralien.hamburg