14 Mal Goethes Faust in Achat

22.11.2017

Mineralien Hamburg präsentiert die weltgrößte beidseitig gravierte Kamee

Goethes Faust graviert in 14 Achatplatten: Was der Edelsteingraveur und Künstler Andreas Roth von Roth Cameo auf der Mineralien Hamburg vom 1. bis 3. Dezember präsentiert, ist unerreicht und einzigartig. Zu bestaunen ist die gesamte Handlung des weltberühmten Dramas des großen deutschen Dichterfürsten in nie gekannter Form. Es handelt sich dabei um reinstes Kunsthandwerk, das es so kein zweites Mal auf der Welt gibt. Insgesamt werden 400 Aussteller mit faszinierenden Objekten und Exponaten aus den verschiedensten Nationen erwartet. Die viertgrößte Mineralienbörse weltweit sowie Nordeuropas größte Schmuckmesse zieht jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Besucher und Sammler aus der Metropolregion Hamburg zum Staunen, Stöbern und Shoppen auf das Hamburger Messegelände. Anlässlich des 40jährigen Jubiläums gibt es noch eine ganz besondere Überraschung: Wer in diesem Jahr 40 Jahre alt wird oder geworden ist, erhält freien Eintritt.

Ein Drama in sechs Jahren

Der „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe ist das deutsche Drama schlechthin. Ein Drama, mit dem sich unzählige Theaterschaffende, Schüler, Studenten, Lehrer und Literaturwissenschaftler weltweit über Jahrhunderte beschäftigen. In Idar-Oberstein wurde nun dieser Faust in Form von Kameen kunstvoll verewigt – als gravierte Reliefs in Schmuckstein. Diese filigrane und außerordentliche Arbeit leisteten die Edelsteingraveure Andreas Roth und sein Vater Hans-Dieter Roth. „Wir haben allein an der Kamee „Faust und kein Ende“ über 2000 Stunden gearbeitet.“, berichtet Andreas Roth. Insgesamt sechs Jahre hat es gedauert, bis das komplette Werk vollendet war.

Bekannte Szenenbilder

Die gesamte Serie umfasst heute sieben Großkameen zu „Faust I“ sowie sechs Großkameen zu „Faust II“. Die gewählten Motive bilden alle wesentlichen Szenen und Konflikte des gesamten Dramas ab. Die Darstellungen wurden dabei durch unzählige Feinheiten symbolhaft verdichtet. Abgebildet sind bekannte Szenenbilder wie das der Walpurgisnacht oder der Begegnung von Faust und Gretchen im Kerker. Ebenso zu finden sind bildliche Darstellungen abstrakter Motive - etwa in der Kamee „Riss durch die Schöpfung".

 

Die größte ihrer Art

 

Und dann ist da noch das absolute Highlight der Serie: Denn die vierzehnte Großkamee trägt den Titel „Faust und kein Ende“, und sie ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. „Es handelt sich um die größte beidseitig gravierte Kamee der Welt“, sagt Andreas Roth. Beeindruckend sind allerdings nicht nur die Maße von 46 mal 38 Zentimetern, sondern vor allem die Gravuren an sich. Denn in dem brasilianischen Lagen-Achat wurde das Hauptthema des gesamt Dramas gebündelt, die Gegenüberstellung von Gut und Böse. In einem Wechsel zwischen Schwarz- und Weiß-Tönen wird Faust bildlich mit Mephisto und Gretchen mit den Brocken-Hexen konfrontiert. Wie fein dabei gearbeitet wurde, das zeigt ein Beispiel: An seiner dünnsten Stelle ist der Lagen-Achat der Kamee gerade einmal 0,8 Millimeter dick.

 

Während der Mineralien Hamburg wird das Gesamtwerk von unschätzbarem Wert im Rahmen einer Sonderschau in einem stilvollen Rahmen präsentiert. Besucher können die einzigartigen Kameen nach Wunsch in aller Ruhe selber bestaunen, oder sie nehmen an einer der von Graveur Andreas Roth organisierten Führungen teil.

 

Über Mineralien Hamburg

 

Die Mineralien Hamburg 2017 vom 1. bis 3. Dezember ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro), die Familienkarte und die Dreitages-Dauerkarte kosten jeweils 18 Euro, Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren zahlen 5 Euro, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Täglich ab 15 Uhr gibt es das Last-Minute-Ticket für 5 Euro. Besucher, die in 2017 den 40. Geburtstag feiern, erhalten freien Eintritt. Weitere Infos und Fotos zum Download unter www.mineralien-hamburg.de Die Mineralien Hamburg gibt es auch auf facebook.com/mineralien.hamburg